Viel Potenzial in der internationalen Bodenseeregion
// Das Fürstentum Liechtenstein als Treiber

Erst im Februar haben wir eine Startup-Lounge im Technopark Liechtenstein der Zukunftstechnologie Blockchain gewidmet. 2019 ist das Jahr in dem die Blockchain ganze Märkte verändern soll. Das Fürstentum Liechtenstein hat die Schweizer Blockchain-Hochburg Zug längst überholt und macht die internationale Bodenseeregion damit zu einem der Brennpunkte für Blockchain-Technologien. Zahlreiche Startups sprießen aus dem Boden, die unterschiedliche Use Cases und Anwendungsformen erproben. Wir haben uns die Frage gestellt, was am Bodensee in Sachen Blockchain aktuell passiert. Diese Akteure solltet ihr auf dem Radar haben.


Startups und Use Cases der Blockchain am Bodensee
Ein Auszug aus der regionalen Gründerszene

Blockchain-basierte Zeitstempel mit originstamp.com
Mit OriginStamp.com kann die Existenz eines Datensatzes zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgewiesen werden. Die so entstandenen Zeitstempel können beispielsweise dazu genutzt werden, Lieferketten abzusichern, Schäden nachzuweisen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu vereinfachen und die Urheberschaft von Daten, z.B. Fotos zu belegen. Ursprünglich 2011 als Forschungsprojekt gestartet um Ideen von Forschern zu schützen, ist OriginStamp inzwischen aufgrund der stetig steigenden Nachfrage zu einem kommerziellen Produkt und der führenden Plattform für Blockchain-basierte Zeitstempel geworden. 
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Smart Supply Chain mit der edexa AG
Über ein benutzerfreundliches Interface können Kunden ihre Blockchain sicher verwalten und so beispielsweise neue Smart Contracts aufsetzen und Statistiken einsehen. So lassen sich viele Schritte der Supply-Chain weiter automatisieren und in bestehende ERP-Systeme integrieren. Das Startup kooperiert mit dem Fraunhofer-Institut und dem Elitenetzwerk FIM der bayrischen Universitäten. 
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Immobilienanleihen über Security Token Offering (STO) mit Crowdlitoken 
Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie sollen qualifizierte Investoren und erstmals auch Kleinanleger in die Lage versetzt werden, unkompliziert in erstklassige Immobilien in Europa zu investieren. Das Besondere am Konzept von Crowdlitoken ist, dass Anleger ihr Kapital über eine Anleihe auf einzelne Liegenschaften verteilen können. Im Gegensatz zu einem klassischen Immobilienfonds werden sie gezielt von Erträgen selbst ausgewählter Immobilien profitieren können. Der Preis der Anleihe selbst wiederum wird neben der Wertentwicklung der ausgewählten Objekte vom gesamten Portfolio beeinflusst. Eine monatliche Umschichtung des Kapitals zwischen einzelnen Immobilien soll über Crowdlitoken ebenfalls möglich sein, sowie der flexible Handel der Anleihen selbst.
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Bank Frick gründet Incucelerator
// Zur Förderung und Finanzierung von FinTech- & Blockchain-Startups

Startups, die Produkte oder Dienstleistungen im Finanzsektor oder Blockchain-Bereich entwickeln und nach KnowHow, Förderung und Finanzierung suchen, sind bei der Distributed Ventures AG gold richtig. Ansprechpartner ist Marco Schmitz, der die Unternehmung leitet.

Wir lassen niemanden alleine. Eine disruptive Idee zu entwickeln, ist an sich schon eine harte Aufgabe. Darum verfolgen wir einen ganzheitlichen Beratungsansatz und unterstützen so Gründer und Startups.

Die Bank Frick wurde 1998 gegründet und fokussiert sich seither strategisch auf Dienstleistungen und Produkte für Finanzintermediäre wie zum Beispiel Treuhänder, Vermögensverwalter, Zahlungsdienstleister, Fondspromotoren und Fintechs. Zu den Alleinstellungsmerkmalen von Bank Frick gehört die hohe Fachkompetenz im Bereich des regulierten Blockchain-Bankings.

Zur Förderung und Finanzierung von FinTech und Blockchain-Startups hat sie ein Spin-Off gegründet, das als Inculerator fungiert. Eine Mischform aus Inkubator und Accelerator, das den Gründer von der Idee bis zur Marktreife begleitet. Die sogenannte Distributed Ventures AG ist damit Pionierin auf dem Gebiet des Blockchain-Banking, begleitet ICOs, verwahrt Krypto-Assets, handelt mit führenden Kryptowährungen und macht Krypto-Assets bankable. 
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Kontakt:
Dr. Marco Schmitz
Head of Blockchain Compliance
Telefon: +423 388 26 47
marco@distributed-ventures.li


Das Fürstentum Liechtenstein erlässt Blockchain-Gesetz
// Für kürzere Wege bis zum Markteintritt

Bisher ist das Fürstentum Liechtenstein vor allem durch seine starke Positionierung im Finanzsektor bekannt. FinTech-Startups können durch die Kombination von Technologie und Finanzen auf ein starkes Rückgrat bauen – denn Liechtenstein blickt auf eine starke Historie als internationaler Finanzplatz zurück und bietet zudem den Vorteil enorm kurzer Wege und einer kleinen Regulierungsbehörde mit kurzen Entscheidungswegen, was Unternehmensgründungen extrem begünstigt. 

Public Hash statt Private Key als neue Form der Sicherheit
Die Blockchain bietet eine neue Form der Sicherheit und ist vielleicht gerade deswegen für das Fürstentum als Finanzhochburg so interessant. Der Private Key wird durch den Public Hash ersetzt – Sicherheit durch das Teilen mit einer breiten Masse.

Dezidierte Gesetze rund um Blockchain Technologien, die Regulierung und Rechtssicherheit für Anwendungen der Token-Ökonomie sowie die Klassifikation von Tokens an sich machen Liechtenstein überaus interessant für Startups, die auf diese Technologien aufbauen bzw. Finanzierungen über ICOs anstreben.

Wieso braucht es ein Blockchain-Gesetz und was sind die Inhalte?
Laut Regierungschef Adrian Hasler in einem Beitrag der „Neuen Zürcher Zeitung“ ist es wichtig, dass der Staat den Unternehmen Klarheit darüber gibt, „was möglich ist und wo die konkreten Grenzen liegen“. Für Unternehmen schaffe dies sonst Unsicherheit, die mit kostspieligen Zeitverlusten verbunden sei.

Mit dem neuen Blockchain-Gesetz wolle Liechtenstein nun genau diese Sicherheit schaffen. Dabei gehe es nicht nur um den Finanzbereich. Die Blockchain biete sich nicht nur an, um Wertpapiere oder Lieferketten digital abzubilden, sondern beispielsweise auch Nutzungsrechte an Fahrzeugen oder Lizenzrechte an geistigem Eigentum. „Dieses Anwendungsfeld, das im Prinzip die gesamte Wirtschaft umfasst, wird üblicherweise unter dem Begriff Token-Ökonomie zusammengefasst“, so Hasler.

Liechtenstein wolle mit dem neuen Gesetz nun die Token-Ökonomie fördern. Mit der Einführung des Tokens als neues Rechtselement schaffe Liechtenstein ein Instrument, mit dem jedes beliebige Recht aus der analogen Welt digital abgebildet werden kann. Dies ist aus Sicht von Hasler eine der wichtigsten Innovationen des geplanten Blockchain-Gesetzes. 

Thomas Nägele und Thomas Feldkircher der NÄGELE Rechtsanwälte GmbH haben in einem Interview mit dem Technopark und der Cryptowelt die Vorteile des Blockchain Gesetzes und ihre Hintergründe erläutert.
> zum Interview mit dem Technopark
> zum Interview mit Cryptowelt

Wann tritt das neue Blockchain-Gesetz in Kraft und wo steht Liechtenstein im internationalen Vergleich?
Nach einer Zusatzschlaufe in der Regierung wurde das Gesetz später als geplant in die Vernehmlassung geschickt. Wie Thomas Dünser vom Ministerium für Präsidiales und Finanzen in einer Pressemeldung vom 25. Februar erklärte, arbeite man derzeit gerade an der Fertigstellung des Berichts und Antrags.

Ursprünglich war geplant, dass das Gesetz bereits im Sommer 2019 in Kraft treten kann. Denn unterdessen machen auch andere Länder Schlagzeilen. Ob Malta, Gibraltar oder kürzlich Luxemburg: Sie alle rühmen sich mit Blockchain-Gesetzen. Wird der Vorreiter Liechtenstein also links und rechts überholt? «Liechtenstein wurde keineswegs überholt. Wir sind das erste Land, das einen derart breiten Ansatz zur Regulierung der Token-Ökonomie umsetzt», stellt Thomas Dünser klar. Zwar hätten andere Staaten Regulierungen im Zusammenhang mit der Blockchain eingeführt, doch sie würden nur einzelne Anwendungen von Kryptowährungen oder virtuellen Assets regeln. «Unser Vorschlag eines Blockchain-Gesetzes geht viel weiter.» Wenn alles nach Plan verläuft, könne das neue Blockchain-Gesetz im zweiten Halbjahr vom Landtag verabschiedet werden. 

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