Jaykay wagt sich in die Höhle der Löwen

Von links: die Kressbronner Start-up-Gründer Daniel Jäger, Benedict Kuhlmann, Isabell Armbruster und Marius Martin. | Bild: Mediengruppe RTL

35km/h Höchstgeschwindigkeit, 15km Reichweite, Energierückgewinnung beim Bremsen und innovative Ringsteuerung. Nachdem alle wichtigen Tests durchlaufen und bestanden sind, wollen die E-Longboard Entwickler die hinter den Achsen von Jaykay stecken, Ernst machen und mit ihrem Produkt an die Öffentlichkeit gehen.

Dabei dreht sich alles um die Achse (höhö), die das Team aus Kressbronn schon seit mehreren Jahren entwickelt. Zwar sind in letzter Zeit verschiedene Hersteller von E-Longboards bereits an den Markt gegangen, jedoch meist mit recht klobigen, unästhetischen Lösungen. Sie besetzen das komplette Brett mit Akku und Motoren und lassen dabei schlicht keinen Raum dafür, worum es eigentlich gehen sollte beim Boarden – das Brett.

Smart und ästhetisch zugleich

Jaykay fährt eine elegantere Schiene, indem alle Technik die der Antrieb benötigt, in Achse und Rolle verbaut wird. Das sieht nicht nur um Welten besser aus, sondern hat auch einen rein praktischen Nutzen: Der Besitzer eines Jaykay Antriebs ist nicht an ein bestimmtes Brett gebunden. Da die komplette Technik wie eine herkömmlichen Longboardachse verbaut ist, können neue Decks wie gewohnt als drop through oder top mount verbaut und ausgetauscht werden, ohne dass der Fahrer dabei auf elektrische Unterstützung verzichten müsste.

Die anfänglichen Prototypenachsen wurden in den letzten Jahren bis zur Alltagstauglichkeit weiterentwickelt und wartet nur noch darauf, von den ersten Boardern auf die Strasse gebracht zu werden. Das beinhaltet Spritzwasserschutz nach Schutznorm-IP54, 100% Freilauf der Rollen (falls man mal ohne Unterstützung boarden möchte) und vergleichbar kurzen Ladezeit von 2,5h.

Leider keine Finanzierung durch Die Höhle der Löwen

Zwar war den Investoren aus Die Höhle der Löwen ein Anteil von 10% von Jaykay GmbH für 100.000€ zu teuer, aber das heißt nicht, dass der TV Auftritt eine Niederlage war. Vielmehr sieht Daniel Jäger seine Präsentation auf der Bühne als Chance, die Aufmerksamkeit der Skater-Szene auf sein Produkt zu lenken. Denn wie bei jedem Startup ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg der Bekanntheitsgrad im entsprechenden Absatzmarkt.

Auf der Bühne konnten dann auch alle Raffinessen des Brettes zur Schau gestellt werden, wie die automatische Bremsfunktion, falls der Fahrer mal vom Brett absteigen oder fallen sollte. Oder die in der Baseplate eingebaute Induktionsspule, die Smartphones kabellos unterwegs per QI laden kann. Induktives Laden ist auch für das Brett möglich, wenn es Zuhause an die speziell von Jaykay entwickelte Halterung gehängt wird; alternativ zum konventionellen Laden per USB C Kabel – der neue Standart für technische Geräte.

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