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Pressemitteilung zum Start vom Startup Netzwerk Bodensee

Konstanz, den 03. Juli 2017

Konstanz – Innovation trifft Know-how und Kapital – die neue Plattform Startup-Netzwerk Bodensee soll Gründer, Investoren und Mittelständler vom Bodensee bis nach Zürich, Liechtenstein, Vorarlberg, Oberschwaben und Tuttlingen zusammenbringen und innovativen Ideen zum Durchbruch verhelfen. Die Initiatoren sind in der Startup-Szene keine Unbekannten: Philipp Kessler verhalf in Berlin dem Recommerce Anbieter Wirkaufens mit zum Durchbruch. Jens Freiter ist einer der Gründer der Holidaycheck AG, die seinerzeit vom Bodensee aus den Reisemarkt revolutionierte. Am 8. Juli geht es los.

Gründermärchen gibt es viele. Doch den meisten Leuten fallen hier nur Apple, Google oder Facebook ein. Allen ist eines gemeinsam: sie sind weit weg in den USA. Dabei gibt es sie auch hier. Die bahnbrechenden Ideen, die den Markt revolutionieren. Eines dieser Märchen ist die Geschichte der Holidaycheck AG mit Sitz im schweizerischen Bottighofen. Das 2003 gegründete Unternehmen wurde binnen weniger Jahre zu einem der größten Online-Reisebüros im deutschsprachigen Raum und wurde nach kurzer Zeit vom Burda Verlag aufgekauft. Heute zählt es mehr als 320 Mitarbeiter und kaum einer bucht mehr eine Reise, ohne vorher ein Bewertungsportal konsultiert zu haben.

„Das können auch andere hier schaffen“, findet Jens Freiter, der die AG damals mitgegründet hat und heute Startups berät und in sie investiert. Das Problem: bislang konzentriert sich die Gründerszene im deutschsprachigen Raum vor allem auf Metropolen wie Berlin, München oder Zürich. Und viele Netzwerke gehen nicht über Landkreisgrenzen hinaus. „Das wollen wir ändern“, sagt Philipp Kessler, Geschäftsführer vom Startup Netzwerk Bodensee. Auch Kessler verfügt über einschlägige Startup-Erfahrung und verhalf als Mitgründer dem Berliner Recommerce-Anbieter Wirkaufens mit zum Durchbruch.

Am 8. Juli geht es los

Mit dem Startup Netzwerk Bodensee geht ab 8. Juli ein Online-Portal an den Start, das jungen Gründern einen besseren Zugang zu Know-how, Kontakten, Mitarbeitern und nicht zuletzt Kapital ermöglichen soll. „Alle nötigen Ressourcen sind in unserer Region vorhanden. Sie finden einfach oft nicht zusammen“, erklärt Kessler. Mittelständler sollen im Gegenzug leichter Zugang zu Gründern und innovativen Geschäftsideen bekommen.

Die größte Hürde sind bislang die Ländergrenzen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die meisten Netzwerke gehen nicht einmal über die Landkreis- oder Kantonsgrenzen hinaus, beschreibt Kessler die Situation im Vierländereck am Bodensee. „Viele Akteure wissen oft nichts voneinander, obwohl sie nur wenige Kilometer trennt. Das wollen wir ändern, indem wir Angebote und Ressourcen von Dienstleistern, Gründungsberatungen, Netzwerken und Investoren an einem Ort verfügbar machen.”

Veranstaltungen mit lokalen Partnern

Das kostenlose Portal enthält außerdem in der ersten Version eine News-Rubrik zu relevanten Themen sowie einen Veranstaltungskalender für Gründerveranstaltungen. Verschiedene Veranstaltungsformate wie Netzwerk-Treffs oder Pitch-Wettbewerbe, die in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern organisiert werden, runden das Service-Angebot ab.

Eines ist den beiden Initiatoren besonders wichtig: „Wir treten nicht in Konkurrenz zu bestehenden lokalen Netzwerken, Gründerinitiativen oder -institutionen. Im Gegenteil, wir binden diese bewusst in das Netzwerk ein – für ein besseres großes Ganze.“ Knapp 40 Kommunen, Wirtschaftsförderungen, IHKs, lokale Netzwerke und Initiativen konnten Freiter und Kessler bereits ins Boot holen. Alle wissen: Nur gemeinsam und grenzüberschreitend kann die Bodensee-Region zu einem national und international relevanten Startup-Ökosystem werden. „Das ist manchmal anstrengend, aber auch ein echter Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionen. Nirgendwo sonst ist der Zugang zu gleich drei spannenden, gleichsprachigen Märkten so schnell und einfach möglich wie hier,” weiß Philipp Kessler.

Ideen für den Mittelstand

Die Bodenseeregion hat noch einen anderen Vorteil, der sie von Gründerhochburgen wie Berlin unterscheidet: einen starken Mittelstand. Von einer Zusammenarbeit können Startups und etablierte Unternehmen nur profitieren, findet Jens Freiter. „Das bei den Mittelständlern vorhandene Produkt- und Branchenwissen, die Kontakte und Produktionsmöglichkeiten könnten Startups einen enormen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, findet der Business Angel. „Mittelständler profitieren im Gegenzug von der Dynamik und der Innovationskraft, die Startups in Kooperationen mit einbringen.”

Mit ihrer Vision von einem länderübergreifenden Startup Netzwerk wollen die beiden Unternehmer also nicht nur jungen Firmen zum Durchbruch verhelfen, sondern auch Innovation in der Region vorantreiben und Mittelständlern helfen, Antworten auf die Herausforderungen der digitalen Transformation zu finden.

Das Startup Netzwerk Bodensee wird gefördert durch die Internationale Bodenseekonferenz, die speziell grenzüberschreitende Projekte unterstützt.

Das Portal ist ab 8. Juli über die URL https://www.startup-netzwerk-bodensee.com erreichbar.