Teilzeitarbeit: der momentane Trend in der Schweiz

Di. 06.02.2018, 09:00

Der Anteil an Teilzeiterwerbstätigen ist in der Schweiz besonders hoch, vor allem im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.

Von den 15- bis 64-Jährigen waren im Jahr 2012 82,8% erwerbstätige Personen in der Schweiz. In den EU-Ländern lag der Durchschnitt bei 71,2%. Einzig Island toppte die Schweiz mit einer Quote von 84,5%.

Davon waren in der Schweiz allerdings mehr als ein Drittel (33,7%) der Bevölkerung in einem Teilzeitverhältnis beschäftigt, während dieser Prozentsatz in den europäischen Staaten nur 19,5% betrug. Eine grosse Ausnahme und sozusagen der Topreiter unter den Teilzeitbeschäftigten bildete die mit einer Teilzeitquote von beinahe 50% (49,1%).

Die Quote der Teilzeitarbeit liegt bei den Frauen deutlich höher als bei den Männern in der Schweiz. Mit 57,8% sind die Frauen weitaus flexibler ausgerichtet als die Männer mit 13,6%. Obwohl Frauen im erwerbsfähigen Alter seltener einen Beruf ausüben als Männer; die entsprechenden Quoten lagen 2011 bei 76,7% bzw. 88,7%.

Erwerbstätig sein und gleichzeitig einen Paarhaushalt mit Kind(ern) unter 7 Jahren zu führen, ist ein weiterer Faktor, der zu berücksichtigen ist. Das Ergebnis der BFS-Erhebung zeigt, dass von den Frauen, die in dieser Situation sind, 82,7% eine Teilzeitstelle haben und von den Männern hingegen nur 8,6%. Allerdings hat der Anteil bei den Männern im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2001 (5,9%) leicht zugenommen.

Ein Symptom der demografischen Alterung, die Erhöhung des Durchschnittsalters der Bevölkerung, ist dass die Anzahl der Menschen ab 65 je 100 Erwerbspersonen zwischen 15 und 64 Jahren von 28,2 auf 30,7 gestiegen ist. Das Durchschnittsalter, in dem jemand aus dem Erwerbsleben austritt, hat sich in den letzten 10 Jahren hingegen nur geringfügig von 64,5 auf 64,9 Jahre erhöht.

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